Historie

Auf dieser Seite wollen wir euch über den Verlauf unseres Projektes Kombi-Elektro-Speicherwinde berichten. Die Idee kam uns nicht plötzlich sondern ist einige Jahre als und es wurde immer mal wieder konzeptionell gefachsimpelt, bevor 2024 der eigentliche Startschuss war.

2026 - April 2. Hälfte

Die Motorbaugruppe muss nochmal gedreht werden. Ein kleiner Denkfehler vom Chefkostrukteur beim draufheben 😉

Nachdem noch ein paar weitere Strippen gezogen sind, ist es soweit. Die ersten Teile werden mit 24V versorgt und nix hat geraucht 🙂 Stück für Stück werden die verschiedenen Spannungslevel in Betrieb genommen und wir kommen auch in den Bereich des BMS.

Das will aber noch nicht so wie wir. Die Software läßt sich nicht aufspielen, so dass der Hersteller kontaktiert werden muss. Des Rätsels Lösung, die zu programmierende Datei darf in keinem Cloudspeicher wie der Dropbox lokal gespiegelt liegen. Da muss man mal drauf kommen… Jetzt läßt sich das BMS ansprechen, aber so richtig Kontakt bekommen wir mit dem ersten Akkupack nicht. Ursache erstmal unklar. Wir machen mit den anderen 13 Packs weiter, diese funktionieren nach etwas hin und her einwandfrei. Erste Einstellungen können gemacht werden und wir kommen voran.

Parallel laufen noch diverse Befestigungsarbeiten im Bereich des Windenführerstands, wo die Kraft des Seils an der Umlenkrolle abgefangen werden muss.

Hier wird auch noch die Beschriftung des Bedienpult fertiggestellt.

Leider müssen in die Elektronik noch zwei Leistungsschütze und ein Lastwiderstand eingefügt werden, die Doku vom BMS war hier vom Hersteller aktualisiert worden 🙁

2026 - April 1. Hälfte

Viele weitere Strippen werden gezogen, aber es geht etwas langsamer voran. Ein Teil der Windencrew ist in Südfrankreich zum Fliegen. Freizeit muss natürlich auch sein. Das ganze sieht teils noch etwas unsortiert aus, aber das wird am Ende noch etwas aufgeräumt und besser fixiert, wenn alles wie gewünscht funktioniert.

Der Motorflansch konnte noch nachgearbeitet werden, so dass er jetzt an den Motor passt. Die Motorbaugruppe wird jetzt fertig zum aufsetzen auf den LKW. Hier hilft uns wieder unser passives Mitglied Hans-Georg mit seinem Radlader.

Parallel wird fleißig weiter an der Software geschrieben. Viele Daten können jetzt live erfasst werden, das werden wir insbesondere bei der Inbetriebnahme benötigen.

2026 - März 2. Hälfte

Die Verdrahtungsarbeiten in der Elektronik sind im vollen Gange, viele Strippen sind zu ziehen und Meter für Meter wird verlegt. Der Hauptschalter wird angebracht und verdrahtet, ebenso wie die Lade- und Kommunikationsbuchse.

Bei der Motorbaugruppe gibt es noch Probleme mit dem Motorflansch. Die Zeichnung vom Motorhersteller passt nicht zur Realität, so dass der Motorflansch nochmal etwas abgedreht werden muss. Glücklicherweise war es in die Richtung kleiner. Die Bremsscheiben werden montiert und diverse andere Kleinigkeiten in dem Bereich.

In der Software wird fleißig an der Integration des BMS programmiert, so dass die Akku’s das erste Mal geladen werden können, wenn die Verdrahtung soweit fertig ist.

2026 - März 1. Hälfte

Die restlichen Akkupacks werden in die Schränke verbaut und Anschlusskabel konfektioniert. Im Bereich Motorbaugruppe werden diverse Teile angebracht und angepasst. In die Welle für die Bremsscheibe müssen noch diverse 14er Löcher gebohrt werden. Dafür ist ein langer Bohrer notwendig, den wir extra kaufen mussten. Inzwischen sind auch die letzten Dreh-Frästeile angekommen.

Mit vereinten Kräften wird auch der Windenfahrerstand auf den LKW gewuchtet, was allerdings gut geklappt hat. Jetzt fehlt nur noch die Motorbaugruppe auf dem LKW und die Wasserverteilung. Die Vorbereitungen an der Motorbaugruppe werden aber noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

2026 - Februar 2. Hälfte

An die Akkupacks werden noch Zugentlastungen für das fette Stromkabel angebracht. Die Akkupole nehmen nicht so gerne mechanische Kraft auf. Das hatten wir unterschätzt. 

So langsam kommen dann die Akkupacks in die Schränke und die Verbindungskabel werden konfektioniert. An der einen oder anderen Stelle wird die Kabelführung noch etwas angepasst, was natürlich wieder Zeit kostet.

Im Bereich Motor/Getriebe geht es gut voran, diverse Teile waren ja angekommen, so dass der Zusammenbau mit dem fetten Motorriemen losgehen konnte. Natürlich muss hin und wieder auch etwas zurück gebaut werden, weil irgendwas nicht auf anhieb so passt wie gedacht. Aber das gehört ja dazu.

Die Seilführung und die Kappvorrichtung werden auch am Windenfahrerstand angebracht. Ggf. müssen wir nochmal nach der Seilführung schauen, die scheint etwas zu weit oben zu sein. Beteiligt sind hier einige der wenigen Teile, die wir zugekauft hatten. Die Seilführung und Kappvorrichtung von Skylaunch. Wenn das Rohr für die Beruhigungsstrecke eingebaut ist, werden wir hier klarer sehen.

2026 - Februar 1. Hälfte

Die großen Schweißbaugruppen kommen bei einem Vereinsmitglied auf der Arbeit an. Entladung am Flugplatz ist ja immer ein Horror, was die Abstimmung mit der Spedition betrifft. Die Teile sind gut auf den Anhänger umgeladen, dann beginnt extremer Schneefall, der Anhänger muss noch einen Tag an der Arbeitsstätte verweilen.

Dann geht es ans streichen, etliche Metallteile werden erst grundiert und dann final gestrichen, die Werkstatt riecht ganz wunderbar.

Für die Einlegeböden der Akkupacks werden noch Vierkantunterstützungen hergestellt, die Siebdruckplatte alleine scheint uns etwas schwach.

Auch am Unterbau des LKW muss noch an einigen Stellen etwas vorbereitet werden, das Rücklicht verschwindet, da es im Weg ist und und der LKW-Tank etwas tiefer gesetzt, da er sonst mit dem Motormodul in Konflikt kommt.

Bei den Akkupacks werden die Temperatursensoren eingesetzt. Die temperaturleitfähige Paste wird aber nicht ganz so hart und mechanisch belastbar, wie wir uns das vorgestellt haben. Also setzten wir noch eine Silikonwurst drüber, so dass die Sensoren gut fixiert sind. Die Akkupacks sind jetzt nahezu fertig, das BMS angeschossen, nur die Zugentlastung ist noch offen und der kleine Radius den das 70mm² Kabel machen muss, macht uns noch Sorgen.

Auch ein paar Arbeiten für die Wiederinbetriebnahme der Dieselwinde laufen, hier sind hauptsächlich noch Themen mit der Druckluft offen.

2026 - Januar 2. Hälfte

Wir schließen das erste Hochstromkabel an den kleinen Akkupack an. Hier zeigt sich, das die Terminals vom Akku nicht so stabil sind gegenüber dem massiven Kabel. In dem Bereich werden wir uns noch etwas als Zug- und Kraftentlastung einfallen lassen müssen, um keine Beschädigungen am Akkuterminal zu verursachen.

Die drei Basisplatten für die Elektronikverteilung sind angekommen und schon mit einem ganzen Schwung an Bauteilen und Modulen bestückt worden. Die Hochvolt-Platte ist gut zu ersehen, hier muss immer auf optimalen Kontakt mit Leitpaste geachtet werden.

Zum Ende des Monats waren wir auch soweit, die alte Winde auf den neu erstandenen Gebraucht-LKW zu setzten. Das Aufsetzen ging ungewöhnlich reibungslos und die Verbindungsplatten von dem Aufbau haben meist sehr gut auf den Unterbau gepasst. Damit ist ein großer Schritt zur Einsatzbereitschaft der Dieselwinde für den Anfang der Saison und als Backup getan.

2026 - Januar 1. Hälfte

Neues Jahr, selbes Projekt 🙂 Zwischen den Jahren sind auch ein paar Arbeiten gelaufen, allerdings macht die doch nicht so hohe Temperatur in der Halle nicht jede Arbeit einfacher.

Der Profilbau ist quasi abgeschlossen, Hauptteile waren hier der Windenfahrerstand und die Einhausung der Motoreinheit mit den Seiltrommeln. Im Windenfahrerstand ist auch die Bedienkonsole und der Industrie-PC verbaut worden, so dass diese Baugruppe auch schon recht weit fortgeschritten ist. Hier fehlen jetzt u. a. noch der Bremspedaleinbau, da noch diverse Fertigungsteile im Zulauf sind. Der Kühler für das Wasser hat auch seinen Platz gefunden.

Die Akkupacks sind bis auf einen alle bzgl. Spannung und Übergangswiderstand durchgemessen worden. Hier gab es erfreulicherweise keine Ausreißer. Auch die Hälfte der 70mm² Verbindungskabel unter den Akkupacks sind konfektioniert.

Am letzten Wochenende erfolgte auch noch eine große Aktion mit zwei Radladern. Der „neue“ LKW, den wir im Dezember erstanden haben, hat ja noch eine Aufbau gehabt, den wir nicht benötigen. Dieser ist jetzt vom LKW runter, so dass der Rahmen partiell noch neu gestrichen werden kann. Übermäßig Rost war aber glücklicherweise nicht da. Dann ist noch der Motor nebst Fahrerstand und Seilverlegung von unserem aktuellen LKW runtergehoben worden. Herzlichen Dank hier an unser passives Mitglied Hans-Georg mit den Gerätschaften aus seinem Baugeschäft! Ziel ist in zwei Wochen die alte Winde auf den „neuen“ LKW zu befestigen, so dass wir eine Backup-Winde haben, so lange die neue in Fertigstellung und Erprobung ist.

2025 - Dezember

Weiter geht’s auch im Dezember. Der Windenfahrerstand hat im Zusammenbau viele Arbeitsstunden gekostet. Es sind doch viele Verbindungen und auch das Wellengitter zeigt sich häufig von der eher störrigen Seite. Aber zum Ende sieht es schon wie ein richtiger Steuerstand aus.

An unserem LKW, wo sich noch die Dieselwinde drauf befindet, starten Demontagearbeiten. Die Hauptwelle wird gelöst, der Tank abgeschlossen und entfernt, gleiches gilt für den Schutzkäfig. Die Befestigungen zum Hauptrahmen werden alle gelöst und auch der Schutz der Trommeln wird abgenommen. Es ist jetzt alles soweit gelöst und abgenommen, was für den aktuellen Stand nötig ist. Die nächste Aktion in diesem Bereich werden wir mit einem Radlader vornehmen, wenn wir auch mit dem anderen LKW so weit sind.

Der LKW, wo die Dieselwinde als Reserve während der Einlaufphase ihren Platz finden wird, haben wir nach längerem Suchen gefunden und er ist inzwischen auch im Verein angekommen. Leider hat er noch einen Aufbau, den werden wir dann im Januar abnehmen.

Im Bereich der Akkupacks sind auch noch diverse Schritte gelaufen. U. a. sind hier die Anschlussbleche an die Amphenol Hochstromstecker mit einem Winkelkupferblech erfolgt. Die Akkupacks sind inzwischen alle aufgebaut, zwei müssen noch verbunden und verkabelt werden, der Rest ist bis auf das BMS in viel Zeit zusammengebaut worden.

2025 - November 2. Hälfte

Auf Hochtouren geht es in der 2. Novemberhälfte weiter. Viele Kabel für das BMS müssen konfektioniert und angeschlossen werden. Parallel gehen die Arbeiten beim Bohren der Busbars weiter, leider haben wir uns bei ein paar verbohrt und müssen noch welche nachbestellen. Auch beim Anschluss des Akkupacks mit dem 70mm² Kabel muss beim Design noch etwas geändert werden, der Biegeradius beim Anschluss ist einfach zu eng, dort wird auch ein Kupferstück den Anschluss herstellen. Neben den weiteren Akkupacks, die zusammengebaut werden, sind auch die Aluprofile angekommen. Ein paar wurden falsch angeliefert, hier muss der Lieferant noch nachliefern, wo es nicht durch die Kappsäge gelöst werden kann.

Auch die Schaltschränke für die Akkupacks und einen Teil der Hochstromsteuerung haben wir bei der Fa. Rittal abholen können. Die Rittal Foundation hat unser Projekt mit großzügigen 10.000 € gefördert.

Mit den Aluprofilen entsteht die Baugruppe Steuerstand für den Windenfahrer und auch die Sitzgruppe, die wir über Kleinanzeigen aus einem T4 erstanden haben ist bereits befestigt.

Als weitere Kleinbaugruppe entsteht die Bedieneinheit für den Windenfahrer und auch die Software zur Steuerung ist schon weit vorangeschritten. Generell läuft viel im Bereich Software-Programmierung, dass ist natürlich nicht so schon sichtbar, wie die physischen Dinge, die zusammengebaut werden.

Nebenher sind wir seit Monaten auf der Suche nach einem LKW für unseren aktuellen Windenaufbau. Unseren aktuellen LKW müssen wir behalten, da er eine Spende von Daimler war und wir die Auflage haben, ihn nicht weiterzuverkaufen. Somit brauchen wir einen neuen gebrauchten LKW für den aktuellen Aufbau, der auch als Backup während der Erprobungszeit dient. Leider ist die Suche nicht ganz einfach, entweder ist das Angebot zu weit weg, oder zu teuer, oder passt nicht zu unserem Aufbau. Wir bleiben dran.

2025 - November 1. Hälfte

Die Winterarbeit ist im vollen Gange und damit geht’s auch beim Projekt richtig voran. Hauptbereich sind die 14 Akkupacks, auf denen die Energieversorgung der Winde basiert. Natürlich hat das Design im Detail ein paar Anpassungen gebraucht, der erste Akkupack benötigt entsprechend die längste Produktionszeit. Viele Vorarbeiten sind für die Akkupacks gelaufen. Die Heizfolie galt es genau zu schneiden, die ganzen Gummipufferscheiben vorzubereiten und die Abschlussplatten zu streichen. Aufwändiger wie gedacht ist auch die Herstellung der Busbars. Hier haben wir 3mm Kupfermaterial in einer Presse mit einer Ausgleichsbiegung hergestellt, danach musste das Material wieder etwas eben gerichtet werden. Ziemlich aufwändig ist auch die genaue Bohrung der Schraublöcher. Für möglichst geringe Verluste, soll die Bohrung natürlich eher klein sein, das Verzeiht in der Folge aber weniger Bohrtoleranzen. Am Ende sind es 6,8mm Bohrungen für die M6er Schrauben geworden. Aber es sind noch viele Busbars zu bohren… 

Der erste Akkupack ist inzwischen ziemlich fertig und mit BMS Anschlusskabel versehen. Nur noch wenige Arbeiten sind zur Fertigstellung der Nr. 1 nötig. Weitere vier Packs sind auch schon recht weit zusammengebaut. Am ersten Pack haben wir auch die Heizfolie getestet, da unser Hochvolt-Ladenetzteil inzwischen auch einsatzbereit ist. Die Heizleistung war im Rahmen der Erwartungen.

Weitere Vorabeiten sind im Bereich des Wellengitter geschehen und auch die Multiplex-Platten haben an diversen Stellen noch Senkungen bekommen. Nächste Woche sollen die Aluprofile ankommen, so das hier auch erste Baugruppen hergestellt werden können.

2025 - Oktober

Der Oktober war geprägt von vielen Bestellungen und teils entsprechender Anlieferungen. Zudem sind wir auf der Suche nach einem zweiten LKW. Unseren aktuellen LKW wollen und müssen wir behalten (Spende von Daimler mit der Auflage, dass wir den nicht weiterverkaufen dürfen), hier wird die neue Winde drauf aufgebaut. Die „alte“ Winde kommt auf einen zweiten LKW. Sie ist damit so lange Backup, bis die neue Winde fertig ist und bestimmt noch unerwartet auftretende Probleme gelöst sind. Dann wird sie verkauft. Die Suche gestaltet sich allerdings nicht so leicht. Vieles in dem Zielbudget geht normal direkt nach Afrika und wir wollen eigentlich entweder ein Mercedes oder MAN, da wir bei den Herstellern wenig Anpassungsarbeiten vornehmen müßten.

Benni ist weiterhin sehr fleißig an der Software in verschiedenen Ecken dran, hier kann auch ohne Zusammenbau schon viel Vorarbeit geleistet werden. Hier ist vor allen Dingen viel im BMS Bereich geschehen.

Unser 22KW Labornetzteil ist auch angekommen und an die Hallenwand befestigt worden. Das Gerät ist Bi-direktional, es wird also zum Laden der Winde benutzt, sowie zur Vereinsstromversorgung aus dem Windenakku, je nach Ladezustand und Wochentag. Zudem ist auch unser fetter Antriebsriemen angekommen.

Gegen Ende des Monats sind dann auch endlich die LFP Akkus gekommen, zwischenzeitlich war eine Palette „verloren“. Alles stabil verpackt und macht einen einwandfreien Eindruck. Damit sind auch die ersten Arbeiten in Richtung Akkupack gestartet. 13 Packs à 18 Zellen und 1 Pack mit 14 Zellen müssen hergestellt werden.

2025 - September

Der Lieferant aus Slowenien hat den Windenmotor fertig. Wir wollen uns ein Bild von der Firma machen und dabei auch die recht hohen Frachtkosten sparen. Zwei Vereinsmitglieder holen den Motor Anfang September ab. Schon ein kleines Teil im Vergleich zu unserem aktuellen Diesel-Omnibusmotor. Kaum zu glauben, dass hier soviel Energie freigesetzt wird.

Inzwischen trifft sich die Windengruppe mindestens alle zwei Wochen zur Abstimmung, immer wieder ist das eine oder andere zu besprechen und Detaildinge zu klären.

Unsere Sitzbank haben wir jetzt auch. Für 150€ bekommen wir über Kleinanzeigen eine kaum benutzte Kunstlederbank vom Rücksitz eines T4 ganz in der Nähe.

2025 - August

Etliche weitere Dinge sind bestellt worden, darunter u. a. die Einzugs- und Kappvorrichtung von Skylaunch, das 22KW bidirektionale Netzteil, was unsere Winde entweder läd oder in der Heimspeicherfunktion entläd. Vom Hersteller des Elektromotors haben wir die Info über dessen Fertigstellung bekommen. Wir werden den Motor Anfang September in Slowenien abholen und dabei einen Einblick in die Herstellerfirma bekommen.

Tiefer beschäftigt haben wir uns mit der Ergonomie vom Windenfahrersitz. Dafür haben wir ein Mockup aus Paletten gebaut, dass die Innenabmaße des Fahrerstands hat. Jetzt schauen wir nach einer Sitzbank und der Steuerung nebst Fußbremse und passen den Innenausbau dann entsprechend an.

Begleitend geht auch das Thema Softwareentwicklung an diversen Ecken weiter, u. a. was die Lade- und Entladesteuerung betrifft.

Auf der finanziellen Seite haben wir eine erfreulich großzügige Spende in Höhe von 10.000 € von der Rittal Foundation bekommen. Von der Fa. Rittal sind auch die Schaltschränke, in denen u. a. die Akku’s und Steuerung zu finden sind.

2025 - Juli

Fast die komplette Steuerung von NI mit der Pilz Sicherheits-SPS sind angekommen und werden auf dem „Labortisch“ in Betrieb genommen. Ein ganzer Block an Steuerungssoftware entsteht und auch das erste Layout der Eingabemaske für den Windenfahrer wird entwickelt.

2025 - Juni

Wir erhalten vom Land Hessen die Erlaubnis zum vorzeitigen Baubeginn, so können wir in die ersten Bestellungen gehen, ohne dass final über den Zuschuss entschieden ist. Wir bestellen einen Großteil der Steuerung von NI, fast alles gebrauchte Komponenten aus der Industrie, die professionell geprüft wurden. Dazu geht die Bestellung für den Motor bei beyond, den Frequenzumrichter von NX und die beiden Heid Magnetkupplungen raus.

2025 - Mai

Anfang Mai erhalten wir von der Heidehof-Stiftung einen positiven Unterstützungsbescheid über 2.000 € und von der Stiftung der Sparkasse Dillenburg weitere erfreuliche 3.000€. Allerdings erhalten wir auch einen ganzen Schwung absagen, aber damit hatten wir auch gerechnet. Wir stellen auch einen Antrag bei der Rittal-Foundation, in unserer Konstruktion sind vier Schaltschränke der Firma, in der die LFP Akkus neben diverser Steuerungselektronik ihr Zuhause finden werden.

2025 - Frühjahr

Neben diversen weiteren Zuschussanträgen entstehen auch mehr und mehr Konzeptfortschritte bei der Winde. Richtig tief in die Konstruktion mancher Teile dürfen wir jetzt noch nicht gehen, ein größerer Zuschuss den wir beim Land Hessen beantragt haben, erlaubt erst einen Umsetzungsbeginn, wenn die Genehmigung durch ist. Da wir mit dem Zusammenbau im Oktober nach der Flugsaison beginnen möchten und wir bei manchen Komponenten drei Monate Lieferzeit haben, ist bis Anfang Juli noch etwas Zeit. Aktuell freuen wir uns aber, von drei Vereinsmitglieder bereits Spenden in Summe von 7.000€ bekommen zu haben. 

2024/25 - Jahreswechsel

Das Basiskonzept steht. Nachdem wir etwas Zeit mit der Motorenauswahl verbracht hatten, ist hier die Wahl auf einen leicht modifizierten Motor von Beyond gefallen, der zusammen mit einem Frequenzumrichter von NX eine maximale Leistung von 340kW bringt. Das sollte mehr als genug für unseren Duo bei Rückenwind sein.

2024 - Herbst/Winter

Das Kernteam steht. Unsere beiden passiven Mitglieder Werner, verantwortlich für die mechanische Konstruktion und Benni, verantwortlich für den elektrischen Teil sind voller Tatendrang. Es entsteht das Basiskonzept und auch die ersten finanziellen Abschätzungen sind verfügbar. Es wir mit Netto rund 95.000€ gerechnet. Mit dieser Info kümmern sich Jens und Christian um etliche Zuschussanfragen. Leider ist hier immer ein anderes Formular und eine andere Darstellungsweise gefordert, was entsprechend Zeit kostet.

2024 - Spätsommer

In diesem Jahr sind wir prinzipiell zu dem Schluss gekommen, uns intensiver mit dem Projekt zu befassen. Im Spätsommer haben wir uns die beiden E-Winden der einzigen kommerziellen Hersteller auf der Grambekerheide bei Lübeck angeschaut. Beide basieren auf einem fetten Industriemotor und einem Pufferspeicher aus Bleibatterien, die zwischen den Schlepps über ein Stromkabel geladen werden. Autarke E-Winden gab es zu diesem Zeitpunkt nach unserer Info nicht.

Neben den beiden Winden waren wir bei einem dänischen Verein, der an einem Eigenbau einer Eintrommel E-Winde dran war. Dieser sollte auf einem Tesla-Motor und Tesla-Batteriepack basieren, der kostengünstig aus Unfallwagen entstehen soll. Mit dem Verein haben wir einige technische Details besprochen, die uns sehr geholfen haben. Allerdings war uns klar, dass wir auf jeden Fall eine Zweitrommelwinde konstruieren wollen und auch nicht auf Tesla-Komponenten bauen wollten. Das lag weniger an Tesla direkt, sondern der Tatsache, dass viele Fahrzeugprotokolle entweder gar nicht oder nur sehr eingeschränkt öffentlich verfügbar sind.

Neben dem sehr hohen Preis, gab es mehrere Gründe nicht in Richtung Skylaunch oder ESW-2B Winde zu gehen:

– Dadurch, dass wir nur eine Startrichtung haben, müssen wir 20 km/h Rückenwind einkalkulieren, beide Hersteller bieten keine ausreichenden maximalen Schleppgeschwindigkeiten und warnen vor Rückenwindschlepps in den Handbüchern

– Die Benutzung der Winde als Heimspeicher ist nicht möglich

– Die Möglichkeit von PV-Überschussladen ist nur sehr eingeschränkt realisierbar

– Dokumentation der Winde ist nur sehr grob verfügbar, sollte der Hersteller insolvent werden, sind Reparaturen gar nicht, oder nur sehr aufwändig möglich

– Wir haben volle Kontrolle über das Design und können alles so anpassen, wie wir es uns vorstellen.

2024 - Frühjahr

In diesem Jahr sind wir prinzipiell zu dem Schluss gekommen, uns intensiver mit dem Projekt zu befassen. Wir treffen uns mit den Gleitschirmfliegern, die bei uns am Platz zur Untermiete sind. Sie haben seit einiger Zeit eine autarke E-Winde im Einsatz, allerdings mit 10% der Leistung, die wir benötigen.

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