Zu Gast im Erzgebirge

Unser diesjähriges Sommerfliegerlager hat uns ins Erzgebirge geführt. Zusammen mit dem ortsansässigen Fliegerclub Großrückerswalde und dem zweiten Gastverein der Segelflieger aus Dithmarschen haben wir zwei schöne Woche im Erzgebirge verlebt. 

Am 23. Juli ist die erste Gruppe vom Luftsportverein Hörbach mit Autos und Segelfluganhängern auf die Reise gegangen. Jan Richter wollte am gleichen Tag mit dem Reisemotorsegler in den Urlaub fliegen, musste aber seinen Start wegen einer ungünstigen Wetterlage um einen Tag verschieben. Er ist dann am Sonntag nach gut drei Stunden Flug sicher in Großrückerswalde gelandet.

Der Flugplatz in Großrückerswalde ist um einiges größer als unserer in Hörbach. Deshalb müssen die Flugzeuge mit Autos zum Start gezogen werden und für den Weg vom Clubraum zum Start sucht man sich besser eine Mitfahrgelegenheit oder plant ausreichend Zeit für einen Spaziergang ein. Der Flugbetrieb war gut organisiert, sodass wir nur unsere Flugzeuge schieben und zum Start die Fläche halten mussten. Von allen anderen Aufgaben, wie Winden- oder Lepofahrer und Startleiter, hatten wir wirklich mal Urlaub.

Leider waren einige Tage sehr unbeständig, nur für Platzrunden geeignet oder überhaupt nicht fliegbar. Diese Tage haben wir für Besuche im nahegelegenen Freizeitbad AQUA MARIEN oder für Ausflüge in die Umgebung, z.B. nach Annaberg-Buchholz, genutzt.

Es gab leider nur vier Tage, die zum Streckenflug taugten. Einen dieser kostbaren Tage nutzten Christian Reeh, Benjamin Will und Jan Nauman zum Team-Streckenflug mit unseren Hochleistungssegelflugzeugen, der DG-505 und dem Ventus 2b. Leider hatte die Thermik nicht bis zurück nach Großrückerswalde gereicht, sodass sie auf einem geeigneten Acker außenlanden mussten. Das gehört zum Segelfliegerleben und so war es kein Problem genügend helfende Hände zu finden, um Flugzeuge und Piloten vom Feld abzuholen.

An jedem dritten Tag war unser Verein für die Verpflegung zuständig und hatte 25-40 hungrige Mäuler zu stopfen. So manche Leckerei wurde da gezaubert – ob Gulasch, Frankfurter grüne Soße oder Schnibbelbohneneintopf – und alle wurden satt. Auch eine regionale Spezialität kam auf den Tisch: Quarkkäulchen. Die waren so lecker, dass schon das eine oder andere Rezept zu Hause in Hessen ausprobiert wurde.

Zum krönenden Abschluss flogen sich am letzten Tag drei Flugschüler frei – einer aus jedem Verein. Vom LSV Hörbach war das Leonard Georg. Er absolvierte auf unserer ASK21 drei Platzrunden ohne Fluglehrer im Rücken und darf nun auch allein abheben. Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen Leo viele gute Flüge!

Leider hielt die unbeständige Wetterlage bis zum Ende unseres Aufenthaltes, sodass wir den Regentag am 5. August zur vorfristigen Abreise nutzten.

Alles in allem war es ein gelungener Urlaub und wir freuen uns auf ein Wiedersehen, vielleicht mal in Hörbach.

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